Wie Sie sich gegen unerwünschte Online-Werbung wehren können

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Mrz

Online-Werbung hat sich als anerkanntes Mittel zur Finanzierung von Internetseiten und  -diensten fest etabliert. Doch wenn diese zu viel wird kann sie schnell den Arbeitsalltag beeinträchtigen. Das gilt sowohl für mit Spam verstopfte Postfächer als auch für Webseiten, die kaum noch zu besuchen sind, weil ständig Werbefenster aufpoppen, Banner an allen Seiten blinken oder der eigentliche Inhalt hinter Anzeigen verschwindet.

Sowohl für saubere Postfächer als auch für ungestörtes Surfen im Internet gibt es verschiedene vielversprechende Lösungen:

 

Werbefreies Surfen im Internet

Die einfachste und zugleich eine der mächtigsten Lösungen für das werbefreie Surfen im Internet sind so genannte AdBlocker. Dies sind kleine Programme die sich in den Internetbrowser integrieren lassen.

Diese kleinen Programme sind  für nahezu alle Browser mit AddOn-Unterstützung (u.a. Firefox, Google Chrome, Opera, Chromium) verfügbar und beginnen zumeist mit dem Namen „AdBlock“. Häufig besehene Vertreter sind „AdBlock“, „AdBlock Plus“, „AdBlock Pro“.

So installieren Sie Webeblocker in den jeweiligen Browsern

Google Chrome / Chromium

  1. Geben Sie in die Adresszeile des Browsers folgende Zeichenkette ein und bestätigen mit Enter: „chrome://extensions/“
  2. Am unteren Ende der Seite finden Sie einen Link mit dem Namen „Mehr Erweiterungen herunter laden“. Klicken Sie diesen an.
  3. Sie landen automatisch im so genannten „Chrome Web Store“. Links oben finden Sie ein Eingabefeld um nach Erweiterungen zu suchen. Geben Sie hier „AdBlock“ ein.
  4. Es erscheint eine Auswahl passender AddOns. Durch einen Klick auf die jeweilige Erweiterung und anschließend auf „+ Kostenlos“ installieren Sie sie in ihrem Browser.
  5. Geben Sie in die Adresszeile des Browsers folgende Zeichenkette ein und bestätigen mit Enter: „about:addons“.
  6. Geben Sie in dem Eingabefeld (Alle Add-ons durchsuchen) auf der Seite rechts oben „AdBlock“ ein und bestätigen mit Enter. Es erscheint eine Liste relevanter Suchergebnisse.
  7. Durch einen Klick auf die Schaltfläche „Installieren“ wird das jeweilige AddOn im Browser installiert. (ggf. nach einem Neustart des Browsers)

Firefox

Je nach ausgewähltem AddOn stellen diese noch weitere interessante Funktionen zur Verfügung. Ein Blick in die jeweiligen Einstellungen lohnt sich häufig!

Werbefreies E-Mail-Postfach:

Die zweite große Anlaufstelle für Werbung sind E-Mail-Postfächer. Das ist auf verschiedene Umstände zurück zu führen. E-Mails sind kostenlos, lassen sich schnell und relativ anonym versenden und treffen eine breite Masse. Die E-Mail-Adressen erhalten die Spammer entweder aus dem Internet (z.B. Kontaktdaten in Foren etc), durch raten von Vorname-Nachname-Kombinationen oder sie kaufen sie bei professionellen Händlern ein.

Beim Versenden einer Mail erreicht diese die betreffende Person nicht direkt. Sie bleibt in Ihrem Postfach auf dem Mail-Server liegen, bis die Person (oder deren  Mail-Programm) die Mail von dort abholt.

Dieser Mail-Server ist die erste Stelle, an der Spam effizient gefiltert werden kann. Je nach Betreiber des Servers geschieht  das automatisch und kostenlos oder im Rahmen eines Premium-Modells. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass es eine zentrale Stelle gibt an der man den kompletten Mail-Verkehr einer Firma filtern kann. Somit wären keine weiteren Änderungen auf den einzelnen Systemen notwendig.

Sollte dies nicht möglich oder gewünscht sein gibt es eine Alternative: Die zweite Stelle, an der Mails gefiltert werden können ist auf den einzelnen Arbeitsplätzen, nachdem sie die Mail vom Server abgeholt haben. Hier geschieht das in der Regel durch Zusatzprogramme für die Mail-Clients. Die gängigsten Mail-Programme sind Microsoft Outlook, Windows Live Mail und Mozilla Thunderbird. Diese Zusatzprogramme können beispielsweise Anti-Viren-Lösungen (häufig kostenpflichtig) oder kostenlose Spamfilter sein, die auf dem empfangenden System installiert werden müssen. Beispiele für solche kostenlosen Filter sind „Spamfighter“, „MailWasher“, „Spamihilator“ oder „Spam-Terrier“.

Obwohl die Programme zunehmend feine Erkennungsmöglichkeiten für Werbung nutzen muss man sich jedoch im Klaren darüber sein, dass trotz aller Analysen nicht volle 100%-Werbefreiheit erreicht werden kann. Zudem kann es passieren, dass eine reguläre Mail irrtümlich als Werbung erkannt und aussortiert wird. Deswegen bleibt es zu empfehlen auch die aussortierten Mails regelmäßig zu überprüfen.